Drei Schwyzer an den Ski-OL Europameisterschaften

Sandro Goms 

Mit Sandro Truttmann, Sven Aschwanden und dem erst 15-jährigen Nicola Müller wurden gleich drei Schwyzer Sportler für die Heim-Europameisterschaften vom 20. – 25. Januar auf der Lenzerheide aufgeboten. Damit stammt fast die Hälfte des Herren-Teams aus dem Kanton Schwyz und von der OL-Gruppe Goldau.
An vier Testläufen in den vergangenen Wochen versuchten sich die besten Ski-OL Läufer der Schweiz für die Europameisterschaften auf der Lenzerheide zu qualifizieren. Wegen den Schnee- und Witterungsbedingungen gab es zahlreiche Änderungen in diesem Programm und die Qualität der Wettkämpfe litt unter diesen schneebedingten Verschiebungen. Mit zwei Läufen im Goms und zwei Läufen im grenznahen Schwarzwald (D) konnten die Testläufe aber trotzdem noch einigermassen relevant gestaltet werden.
Die Europameisterschaften finden vom 20. – 25. Januar im neuen Biathlon-Stadion auf der Lenzerheide statt. Auf die Läufer wartet ein neu kartiertes, interessantes Laufgelände und die vorhandene Infrastruktur bietet auch für die Zuschauer ein attraktives Erlebnis.


Müller als Überraschung

Mit einem zweiten, sowie drei dritten Rängen, qualifizierte sich der Oberarther Sandro Truttmann souverän für die Heim-EM. Trotz einigen Zweifeln über den Formstand im Vorfeld meldete sich Truttmann nach einem Jahr Absenz eindrücklich auf der nationalen Bühne zurück. An den beiden Sprintwettkämpfen im Goms lief er nämlich das Tempo des Siegers, musste sich aber durch kleine technische Unsicherheiten noch etwas zurückbinden lassen.
Grossartige, und überraschende, Leistungen bot der 15-jährige Nicola Müller aus Einsiedeln. Offensichtlich gelangen ihm im vergangen Jahr grosse Fortschritte im Kraft- und Ausdauerbereich, denn an allen vier Läufen setzte er den Arrivierten in der Elite-Kategorie mächtig Druck auf. Am letzten Testlauf gelang ihm sogar das Husarenstück, alle, wesentlich älteren, Konkurrenten hinter sich zu lassen. Somit verdiente er sich die Selektion für den EM-Sprint und die EM-Staffel redlich und man darf gespannt sein, zu was dieses ausserordentliche Talent in Zukunft noch fähig ist.

Unterschiedliche Perspektiven

Während Müller nur am Sprint und in der Staffel antritt, ist das Wettkampfprogramm von Truttmann und Aschwanden noch offen. Es ist aber nicht davon auszugehen, dass einer von ihnen alle fünf Wettkämpfe (Lang-, Mittel-, Sprintdistanz sowie Mixed-Sprintstaffel und normale Staffel) bestreitet, sondern dass beide ihren Fokus auf drei Wettkämpfe legen werden. Resultatmässig darf sich der 22-jährige Sandro Truttmann vom Schwyzer Trio am meisten erhoffen. Vor allem in den kurzen Distanzen kann er sich nach vorne orientieren und Top15-Rangierungen anstreben. Dabei kann er auf seine gemachten Erfahrungen aus den Europameisterschaften und Weltmeisterschaften 2013 zurückgreifen. Ein wichtiges Ziel wird auch sein, sich für das erste Schweizer Staffel-Team aufzudrängen.
Für den Goldauer Aschwanden präsentiert sich die Ausgangslage etwas zurückhaltender, es ist seine erste Meisterschaft auf Elite-Niveau und ihm fehlen die eine oder andere Stunde auf den Langlaufski aus der Vorbereitung. Trotzdem dürfen Top30-Klassierungen das Ziel sein. Und für Nicola Müller geht es primär darum, Erfahrungen zu sammeln. Gelingt es ihm, weiterhin so frech und frisch zu laufen, dann ist er aber auch für eine weitere Überraschung gut.

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